Ferne Länder, raue Sitten. Keine Sorge, die Krafttourer von Kawasaki und Yamaha sind die fahrenden Burgen, mit denen sich die lange Reise unbeschadet überstehen lässt.
(Den vollständigen Artikel lesen Sie in Moto Sport Schweiz 13/2002, welches ab dem 10. Juli am Kiosk erhältlich ist.)
Mit dir sei die Kraft, spricht Luke Skywalker, und schon sind die Yamaha FJR 1300 und die Kawasaki ZZ-R 1200 zur Hand. Leistungstourer finden die Kraft in der Ruhe, ganz nach dem Geschmack des weisen Jedi. «Leistungstourer» stammt zwar aus Yamahas Marketingabteilung, trifft die Sache aber ganz gut, auch im Fall von Kawasaki: Beide bieten Vierzylinder-Reihenmotoren mit nominell über 140 PS und einem Drehmoment, das für einen Kleinwagen gut ausreicht.
Statt dessen, in knapp 280 kg «leichten» Motorrädern eingebaut, geht einfach die Post ab. Unterwegs mit ZZ-R oder FJR ist man der Chef. Ohne hektisch im Getriebe zu wühlen, degradiert man die übrigen Verkehrsteilnehmer zu Statisten. Ob auf der Landstrasse oder der Autobahn, stets schwimmt man in Leistung. Überholen? Oh ja! Wäre Motorradfahren ein Videospiel mit Punkten fürs Überholen, mit diesen zwei Motorrädern wäre der Monatsrekord in Gefahr.
Unterschiedlich, wie das Leistungsüberangebot abgerufen wird. Der Yamaha-Pilot gebietet über 134 cm3 mehr Hubraum und ein entsprechend saftigeres Drehmoment. Die Kawasaki erreicht ihren Zenit 2000/min später, drückt dafür aber rund 10 PS (140 gegen 130 Hinterrad-PS) auf die Prüfstandrolle.
Die Zahlen sind imposant, doch darüber, wie sich der Leistungseinsatz anfühlt, sagen sie wenig. Der Riesenhubraum der Yamaha macht den Motor beispielsweise nicht einfach träge. Um sämtliche Missverständnisse zu beseitigen, drehe man bloss mal im 1. Gang bei 5000/min den Gasgriff quick auf Anschlag: Der Tourer steigt ohne jede weitere Hilfe schnurstracks aufs Hinterrad. Einfach so, bumm. Dabei läuft das Triebwerk geschmeidig, mit geringen, nur zwischen 4000 und 5000/min etwas stärkeren Vibrationen.
ZZ-R: Kerl von Motor Etwas vernehmlicher, akustisch und in den Vibrationen, knurrt Kawasakis Motorenmonument. Monument wegen seiner Grösse. Aber auch weil er in seiner Grundkonstruktion bereits eine lange Ahnenreihe vorweisen kann, die noch hinter das zehn Jahre gebaute Vorgängermodell ZZ-R 1100 zurückreicht. Yamaha hingegen hat den 1300er für die FJR gänzlich neu konstruiert, dabei aber Bewährtes wie die kompakte Getriebewellenstapelung aus der Sportabteilung (R1, R6) übernommen. (...)
(Den vollständigen Artikel lesen Sie in Moto Sport Schweiz 13/2002, welches ab dem 10. Juli am Kiosk erhältlich ist.)
Text: Daniel Riesen / Bilder: Schmid/Mesnil/Riesen